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Aktuelles |
Dezember 2011 |
Grußwort des DGaO-Vorsitzenden zum Jahreswechsel 2011/2012 |
Liebe Mitglieder und Freunde der Deutschen Gesellschaft für angewandte Optik,
Im Rahmen unserer kommenden Jahrestagung 2012 im niederländischen Eindhoven werden wir den Vorstandsvorsitz neu wählen, da meine Amtszeit nach zwei Wahlperioden à zwei Jahre dann endet. Es ist in unserer Gesellschaft gute Tradition – und ich denke darin liegt eine der Stärken der DGaO – den Vorstandsvorsitz wechselnd mit Persönlichkeiten aus dem industriellen und dem akademischen Umfeld zu besetzen. Damit bleibt der Charakter der DGaO als Gesellschaft für angewandte Optik gewahrt.
Gerade um diesen angewandten, nicht ausschließlich akademischen Charakter beneidet uns manche optische Gesellschaft in Europa. Und dies zu recht: Schließlich gewinnt die Hochschulwelt ebenso durch Anregungen und Kontakte aus der „echten“ Welt, wie auch die marktgetriebene Optikindustrie von neuen Ideen und Forschungsergebnissen aus Hochschullaboren profitiert. Dazu kommt dann noch eine in Deutschland vergleichsweise „optikfreundliche“ Förderpolitik des Bundes und vieler Länder.
In jüngster Zeit bereitet mir jedoch ein zunehmend merkwürdiges akademisches Verständnis gewisse Sorge: Jegliches Abweichen vom gesellschaftlichen, aber auch akademischen Mainstream wird drastisch sanktioniert. Dadurch werden einerseits originelle, unkonventionelle Ansätze unterdrückt und anderseits stromlinienförmig angepasste Forscher erzeugt. Unter ‚akademischer Freiheit‘ sollten wir wie Albert Einstein „das Recht verstehen, nach der Wahrheit zu suchen und das für wahr gehaltene zu publizieren und zu lehren“.
Neben diesem Trend beobachte ich auch unter unseren ‚Optikern‘ oft einen gewissen Regionalismus. Im Hinblick auf Deutschland als Exportnation scheint es mir sehr wichtig, dass Nachwuchswissenschaftler, Studierende, Facharbeiter und Auszubildende ihren Blick nicht nur deutschlandweit sondern zumindest europa- wenn nicht sogar weltweit richten. Das beginnt häufig bereits bei der Sprache: Englisch hat sich auch in der angewandten Optik zur Technik- und Wissenschaftssprache schlechthin entwickelt. Unsere Studierenden, Kolleginnen und Kollegen sind jedoch häufig noch nicht richtig auf diese sprachliche Herausforderung vorbereitet; man merkt das beispielsweise an Rückfragen nach deutschen Übersetzungen. Ohne die Bemühungen um deutsch als Wissenschaftssprache schmälern zu wollen plädiere ich doch für eine durchgehende Entwicklung der Kompetenz zum wissenschaftlichen und fachlichen Diskurs in englischer Sprache.
Auch die Bereitschaft für eine gewisse Zeit berufspraktische oder universitäre Erfahrungen im Ausland zu sammeln, ist unter unseren jungen ‚Optikern‘ noch nicht allzu verbreitet.
Wie viele unserer Mitglieder bin ich auch gerne persönlich bereit, jungen Menschen, die am Anfang Ihrer Karriere in der angewandten Optik stehen, Kontakte zu ausländischen Fachkolleginnen und -kollegen in Industrie oder Hochschule zu vermitteln. Hier denke ich Optik-spezifisch insbesondere an das ostasiatische Ausland.
Erlauben Sie mir nun noch einen Blick auf fast vier Jahre DGaO-Vorstandsvorsitz: Als Nachfolger von Dr. Rainer Schuhmann brachten Sie mir Ihr Vertrauen erstmals 2008 auf der 109. Jahrestagung in Esslingen entgegen und bestätigten mich auf der Wetzlarer Jahrestagung erneut für zwei Jahre im Amt des Vorstandsvorsitzenden. Dafür möchte ich mich bei Ihnen allen, sehr geehrte Mitglieder der DGaO, ganz herzlich bedanken.
Geprägt waren diese fast vier Jahre einerseits von den Tagungen in Brescia, Wetzlar und Ilmenau und anderseits vom Wechsel in der Vorstandschaft. Äußerst verdiente und von mir persönlich überaus geschätzte Persönlichkeiten wie Prof. Richard Kowarschik, Dr. Christel Budzinski, Dr. Wolfgang Vollrath, Prof. Gerd Häusler und Prof. Gert von Bally schieden in dieser Zeit aus dem Vorstand aus. Für die immer sehr wohlwollende Unterstützung in den ersten Jahren meiner Amtszeit möchte ich mich insbesondere bei ihnen ganz herzlich bedanken.
Mein größter Dank gilt jedoch den Geschäftsführern und den Teams der Jahrestagungen während meiner Amtszeit: Prof. Franco Doccio, Prof. Thomas Sure und Prof. Stefan Sinzinger. Auch wenn man keine Vorschusslorbeeren verteilen sollte, möchte ich schon an dieser Stelle Dr. Stefan Bäumer und seinem Helfern meinen Dank aussprechen. Wir hatten im September Gelegenheit, den äußerst attraktiven Tagungsort an der TU Eindhoven zu besichtigen und uns vom räumlichen und inhaltlichen Konzept der 113. Jahrestagung überzeugen zu lassen. Ich freue mich schon heute darauf, Sie im Mai 2012 dort begrüßen zu dürfen.
Ich wünsche Ihnen allen – den Mitgliedern der DGaO, meinen Kollegen und allen Lesern der Photonik – eine schöne und geruhsame Weihnachtszeit sowie ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2012.
Ihr Prof. Michael Pfeffer, Vorstandsvorsitzender
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Dr. Angela Duparré zum EOS-Fellow ernannt |
Das Fellow-Komitee der Europäischen Optischen Gesellschaft (EOS) gab im Rahmen der jüngsten Mitgliederversammlung im September auf Capri die diesjährigen Fellows bekannt.
Neben F. de Fornel, D. Dolfi, C. Domingo, G. E. Jabbour, I. B. Kovsh, S. Mar, J.-P. Pocholle, E. Rosencher und V. Vasilyev wurde auch Angela Duparré mit dem Fellowship 2011 der EOS geehrt.
Sie erhielt diese Auszeichnung in Würdigung ihrer Beiträge zur Charakterisierung und Modellierung funktionaler Eigenschaften optischer Oberflächen, Beschichtungen, Materialien und Baugruppen insbesondere in Bezug auf Streulicht, Mikro- und Nanostrukturen und Rauheit sowie der Entwicklung der dazu gehörigen Mess- und Analyseverfahren.
Durch ihre Arbeiten zur Oberflächenrauheitsmessung mit Streulichtverfahren (von EUV bis IR) trug sie wesentlich zum Fortschritt der wissenschaftlichen Forschung bei. Über die Zusammenarbeit mit Instituten und Firmen im In- und Ausland flossen ihre Ergebnisse insbesondere in die Entwicklung von Verfahren zur Streulichtmessung und Qualitätsbeurteilung optischer Elemente ein.
Neben der Betreuung zahlreichen Diplom- und Doktorarbeiten im Bereich der physikalischen und technischen Optik bot sie mehreren Post-Docs aus verschiedensten Ländern die Gelegenheit, in ihrem Labor zu forschen.
Sie veröffentlichte über 150 Fachartikel, war Gast-Editor des OSA-Journals “Applied Optics” zum Thema Optische Dünnschichten und war 2005, 2008 und 2011 Sitzungsleiterin einer internationalen Konferenzreihe über Optische Fertigungs-, Prüf- und Messtechnik. Unter anderem organisierte sie dabei den Transmissions- und Reflexionsmessungs-Wettbewerb “Measurement Problem”. Darüber hinaus diente sie auch in verschiedenen Normungsgremien auf nationaler und internationaler Ebene als anerkannte Fachfrau.
Die 1951 geborene Tochter eines Chemikers studierte Physik an der physikalisch-astronomischen Fakultät der Universität Jena (FSU). 1985 promovierte sie dort mit einer Arbeit über die optischen Eigenschaften von Spiegeln für Hochleistungslaseranwendungen. In den Jahren 1985 bis 1992 forschte sie in verschiedenen Projekten an optische Dünnfilmkomponenten und lehrte an der FSU. Während dieser Zeit war sie auch Gastwissenschaftlerin am physikalischen Institut Lebedev in Moskau und initiierte damals bereits ein Forschungsprojekt zu Hochleistungslaserkomponenten.
Erst nach der Wiedervereinigung war es ihr dann möglich, eine Einladung als Gastwissenschaftlerin an die University of Central Florida in Orlando (USA) anzunehmen. Unmittelbar nach ihrer Rückkehr 1992 baute sie im gerade gegründeten Fraunhofer Institut für Optik und Feinmechanik (IOF) in Jena eine Arbeitsgruppe zur Oberflächencharakterisierung auf, an dem sie bis heute arbeitet.
Angela Duparré darf sich einreihen in einen erlauchten Kreis von DGaO-Mitgliedern wie Adolf Lohmann, Hans Tiziani, Réné Dändliker, Klaus Biedermann, Gerd Leuchs und Cornelia Denz, die mit dem EOS-Fellowship ausgezeichnet wurden. Als DGaO-Vorstandsvorsitzender freue ich mich mit ihr und gratuliere zu dieser hervorragenden Auszeichnung.
Prof. Michael Pfeffer
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Auf der Lasys´s 2012 - der internationalen Fachmesse für Lasermaterialbearbeitung -
haben junge, innovative Unternehmen aus Deutschland zum ersten Mal die Möglichkeit sich zu moderaten Kosten von lediglich 1.159,60 € zu präsentieren. Für junge Firmen aus dem Umfeld der Laser-Materialbearbeitung bietet sich eine tolle Möglichkeit zur Präsentation vor einem internationalen Fachpublikum.
Weitere Informationen zur Messe und zum Förderantrag unter:
LASYS 2012 - der Internationalen Fachmesse für Laser-Materialbearbeitung
Informationen BMWi-Gemeinschaftsstand LASYS 2012 [pdf - 645 kb].
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September 2011 |
Vorbereitungen für die Jahrestagung 2012 in Eindhoven
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Die Vorbereitungen für die Jahrestagung 2012 (29. Mai bis 2. Juni) sind bereits weit vorangeschritten, wovon sich der Vorstand der DGaO bei seiner Vorstandssitzung im September 2011 überzeugen konnte. Dr. Stefan Bäumer von der Firma Philips und sein Team berichteten über die Vorbereitungen. Die Stadt Eindhoven im Südosten der Niederlande ist eine moderne Design- und Technologiemetropole mit ca. 215.000 Einwohnern. Die Technische Universität Eindhoven, an der die Tagung stattfinden wird, liegt auf einem ausgedehnten Campus nahe dem Stadtzentrum. An der TU Eindhoven studieren ca. 8.000 Studenten einschl. Doktoranden. Es werden ein großer und zwei kleinere Vortragssäle zur Verfügung stehen. Im nahen Umfeld der Vortragsräume gibt es auch den notwendigen Platz für die Postersitzungen und die Firmenpräsentationen. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk „Photonics Cluster Netherlands“ und mit Unterstützung der Universität und verschiedener Firmen statt. Die Fraunhofer-Veranstaltung ist im DAF-Automuseum geplant und der traditionelle Ausflug wird in die historische Stadt ´s-Hertogenbosch führen. Als Anmeldeschluss für Beiträge auf der Tagung sollte man sich den 14. Januar 2012 vormerken.
Hartmut Bartelt
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Juli 2011 |
Erfolgreiche Jahrestagung 2011 der DGaO in Ilmenau
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Die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Angewandte Optik (DGaO) fand wieder sehr erfolgreich mit über 300 Teilnehmern in diesem Jahr in Ilmenau statt. Der Tagungsgeschäftsführer Prof. Sinzinger führte mit dem Eröffnungsvortrag in die Geschichte der Optik in Ilmenau ein. Er berichtete von der analytischen Bildfehlertheorie bis hin zu optischen Mikrosystemen und ließ dabei die starke Verbindung der Technischen Universität mit optischen Technologien deutlich werden. Gleichzeitig wurden damit auch wichtige Schwerpunkte der Konferenz wie Präzisionsmesstechnik, Modellierung und Simulation, spektrale Bildgebung und unterschiedliche Mikrosystem-Konzepte angesprochen. Das Freitags-Symposium (organisiert von Prof. Häusler) war in diesem Jahr der Astronomie mit Beiträgen zur Bildgebung in unterschiedlichen Spektralbereichen gewidmet. Als Gastredner bei der Fraunhofer-Veranstaltung hielt Prof. Leonhardt von der St. Andrews-University of St. Andrews (Schottland) einen Vortrag zum Thema „Geometrie, Licht und ein bisschen Zauberei“, bei dem er überraschende Aspekte moderner Transformationsoptik vorstellte.
Insgesamt bot die Jahrestagung ein umfangreiches Programm von 7 Hauptvorträgen und 6 Symposiumsvorträgen, 79 Kurzbeiträgen und 56 Postern. Als Teil der Tagung präsentierten 16 Firmen ihre Produkte in einer Firmenausstellung. Die landschaftlichen Reize Thüringens und die reichen kulturellen Aspekte der Umgebung Ilmenaus konnten im Rahmen einer Besichtigung der Wartburg bei Eisenach und eines Besuchs von Thüringen im Maßstab 1:25 „ Mini-a-thür“ erfahren werden.
Am Ende einer erfolgreichen Tagung konnte der Staffelstab weitergegeben werden an Dr. Bäumer von der Firma Philips, der maßgeblich an der Organisation der nächsten Jahrestagung der DGaO 2012 in Eindhoven beteiligt ist.
Hartmut Bartelt
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